Info
Name: Uwe Hübner
Geburtstag: 27.10.1955
Todestag: 10.1.2025
Standort des Friedhofs
Uwe hatte ein Talent dafür, andere zu begeistern und schaffte es gleichermaßen seine Mitmenschen aus der Komfortzone zu locken.
Kurzum: Er bolzte - und nicht nur auf dem Sportplatz! Nun ist es an uns, ihm das zurückzugeben und seine Fahne hochzuhalten.
Erklang ein besonderes Lied, wusste jeder, jetzt wird’s unterhaltsam! Uwe erhob sich und trällerte liebend gerne mit.
War er glücklich, dann strahlte er bis über beide Ohren und genau so, mit einem dankbaren Lächeln auf dem Gesicht möchte ich jetzt die Erinnerungen an ihn im Glanz erstrahlen lassen und euch, seine persönliche Glücksmannschaft, mit auf eine Reise durch seine bewegten Jahre nehmen. Denn Uwe war Fußballer mit Leib und Seele und sein vollumfänglicher Einsatz von der Pike auf präsent. Lasst uns also gemeinsam einige seiner Spielzüge beleuchten.
Seit seiner Geburt hielt er, der Sohn von Horst und Christine, seine Umgebung auf Trab und lernte mit den ersten Schritten die Liebe zum Sport kennen. Zusammen mit den Brüdern Hans-Jürgen und Thomas wuchs er Dessau-Nord auf und kannte fortan nur eine Richtung: Vorwärts. Die Nähe zum Schillerpark war da, die Großeltern wohnten in der Gartenanlage und schnell kristallisierte sich heraus: „Uwe war für Spaß zu haben!“
Ideen fanden sich überall, so fackelte er nicht lang und streckte seine Fühler aus. Es ging hin und her und dann war da das Runde, was ins Eckige musste, worauf er nie mehr verzichten wollte. Uwe fokussierte seine Gedanken und kickte gewissenhaft den Ball über den Rasen. Diese Auszeiten auf dem Sportplatz taten ihm gut und es entstand ein Fundament, an dem es nichts zu rütteln gab.
Angespornt von seinem Eifer, erlernte Uwe im Wagonbau den Beruf eines Schlossers und bewies auch nach Feierabend jede Menge Kreativität und Fingerspitzengefühl. Detaillierte Vogelhäuser bauen? Kein Problem.
Bei allem was er handwerklich umsetzte, war die Bereitschaft auf dem Feld unangefochten, doch fehlte eins: eine passende Partnerin. Das änderte sich eines Tages, als er auf einer Tanzveranstaltung vom HDH die Gunst der Stunde nutzte und die Initiative ergriff. Versuchen wir uns bitte in die damalige Situation hineinzuversetzen: Wir sehen zum einen eine junge Frau, die mit ihrer Freundin vor der Tür steht - in der Hoffnung, den Auftritt von Blau-Rot live zu erleben, und entdecken zum anderen einen kessen Typen, der sich bereits einen Sitzplatz im Inneren sicherte. Die Stimmung kochte über, Betrunkene öffneten die Tür und als Jutta und Co. hineinstürmten, hieß es: „All die, die stehen, müssen raus!“ Ein gekonntes Nicken, gefolgt von einem Schmunzler und dann kam es Uwe über die Lippen: „Setz dich gerne auf meinen Schoß.“ Das Eis war gebrochen, sie blieb sitzen und aus dieser Begegnung entwickelte sich eine Beziehung. Die Beiden schmiedeten Pläne für die Zukunft und überstanden ihre erste Bewährungsprobe: Uwes Dienst bei Armee in Eisenach. Wieder zurück, zog er zu Jutta und ihren Eltern und fügte sich ins Geschehenen ein. Die Geschwister Marion und Michael stellten sich vor und auch später sollte sich herausstellen: diese beiden, Horst und Johanna sind immer zur Stelle, wenn sie gebraucht werden! 1976 wurde es offiziell: Uwe und Jutta gaben sich das Eheversprechen und luden zuvor zu einem legendären Polterabend ein, zu dem die ganzen Fußballer da waren. Es wurde auf die Liebe angestoßen und die Geselligkeit mit offenen Armen begrüßt.
Schließlich geht es doch darum, besondere Momente zu ergreifen und die Feste so zu feiern wie sie fallen. Oft trug Uwe zur ausgelassenen Stimmung bei. Tanzte keiner, tanzte eben Uwe und ließ sich von nichts anderem beeindrucken, außer von sich selbst. Ja, er hatte diese gewisse Ausstrahlung und immer einen lockeren Spruch parat. Den beruflichen Werdegang setzte er im ZAB und im Stahlbau fort und mischte in den jeweiligen Betriebsmannschaft mit. Wo sich ein Gemeinschaftssport ankündigte, war Uwe nicht weit.
Auf dem Feld blitzte sein gesamtes Temperament auf. Diese unbändige Lebensfreude nahm durch die Geburt seiner
Tochter nochmal ganz neue Züge an, denn durch sie erfuhr er die bedingungslose Zuneigung eines Papas und das war bahnbrechend! Für dieses absolute Wunschkind setzte er alle Hebel in Bewegung, um ihr zu zeigen: „Komme was wolle, ich gebe mein Bestes! “Ihr erstes Wort „Tor!“ ließ Papa dahinschmelzen und es entstand ein Band, welches nie an Kraft verlieren würde.
Diana hat verinnerlicht, bei Papa existierte kein „Ich muss erstmal sehen.“ Oder „Ich weiß nicht so recht.“ Nein! Die Devise lautete:
„Wenn du das willst, ziehen wir das gemeinsam durch!“
Die 3-köpfige Familie richtete es sich in Dessau-Süd ein und Ausflüge zum Garten nach Mosigkau waren gesetzt. Wurde eine Veranstaltung in großer Truppe laut, kam man mit Verwandten, Freunden und Bekannten zusammen. Hauptsache Freude pur und reichhaltige Momente satt. Ja, Uwe war ein Macher, wie er im Buche steht, aber auch ein Genießer auf ganzer Linie. Er pflegte seine Kontakte und egal wohin er kam, war er willkommen.
In vertrauten Runden erzählte er unter anderem von den Familienurlauben mit Brigitte und Matthias. Über Stock und Stein durch Österreich, Bayern, entlang des Rheins, hoch zur Nordseeküste und anlässlich der Silberhochzeit bis nach Portugal. Immer an Board: Eine gute Portion Neugier und eine Prise Abenteuerlust. Dabei unvergessen: wie mit Bratpfannen Tischtennis gespielt wurde! Das Erlebte hielt Uwe fotografisch fest und zeigte sich zufrieden, wenn es allen gut ging.
In Jutta hatte er eine Gefährten gefunden, die ihn perfekt ergänzte und für die er sogar nach Kochstedt zog. Die Hausgemeinschaft
war gediegen, das herzliche Miteinander machte es einfach und auch hier verdeutlichte Uwe: „Ich bin für eine Überraschung
gut!“ Er kochte und backte was das Zeug hielt, verköstigte so einige Nachbarn und noch bis heute zieht der Duft von Uwes
Kartoffelsuppe oder dem sehr wohl schmeckenden Sauerkohlkuchen durch die Flure.
Nachdem die grüne Oase am Schillerpark weitergeführt wurde, war der Weg zu Dessau 05 erstrecht kurz gehalten. Dem Verein,
wo Dessaus Schönheiten spielen und sich Uwe aktiv am Geschehen beteiligte. Dann hieß es schnell: „Schatz, du kannst
was im Garten machen, ich gehe auf den Rasen.“ Er trainierte Kinder und Jugendliche, hielt die alten Herren in Schach und bei den jährlichen Teamausfahrten, zusammen mit den Frauen, sah man Uwe an, dass er sich in diesem bunten Treiben wohl fühlte. Er tat das, wonach ihm war. Sagte, was er dachte,konterte im Nu und genau das zeichnete ihn aus. Etwas blumig reden? Nein. Sich verstellen? Niemals! Legte das Leben Steine in den Weg, ordnete er sie so, dass sie zu einem stabilen Pfad wurden. Dass er mal einem Vierbeiner ein Zuhause geben würde, war lange undenkbar. Doch wer konnte schon Hundedame Susi des Platzes verweisen?!
Eine gesunde Balance strebte Uwe an und konnte sich unumstritten auf seine Liebsten verlassen. Gegenseitige Unterstützung war das A und O und Zusammenhalt das höchste Gut. Die Grundmaxime „Geht nicht, gibt´s nicht.“ wurde gelebt. Davon bekam auch Uwes Schwiegersohn in Spe Wind. Mit Christian und Sohnemann Nick erweiterte sich der innere Kreis umunverzichtbare Konstanten und Uwe begrüßte es durchaus, dass sein kleiner Kumpel ebenso die Fußballschuhe anzieht. Kostbare Momente mit seiner Familie schafften es, dunkle Wolken beiseite zu schieben. Sie rückte zusammen und darauf war dieser Kämpfer stolz wie Bolle.
Mir ist bewusst, dass diese Gedanken nicht genügen, um Uwe in seiner Gesamtheit ausreichend zu würdigen, daher schlage ich vor:
Redet ihr und macht euch deutlich, wer er war. Seht ihn vor euch, authentisch von Kopf bis Fuß - mit diesen strahlenden Augen, die jegliche Gefühle transportierten. Verinnerlicht euch, wie Uwe die Gemüter erhellte, in Jagger ein Bonuskind sah und ohne Walter und Brigitte vieles undenkbar gewesen wäre. Bringt euch in Erinnerung, wie sehr er die Reisen an die Müritz und anderer malerischer Orte mit seiner Jutta in trauter Zweisamkeit genoss.
Wie er Diana seine Qualitäten als charmanter Shoppingberater näher brachte, Christians Versprechen „Ich passe auf deine
Weiber auf!“ beim Wort nahm und auch aus der Ferne weiß, dass Nicks nächstes Tor einzig für ihn ist!
Zeigt euch Bilder der unvergesslichen Siege, die ihr feiertet, steht bei Niederlagen wieder auf und tragt Uwes Traditionsbewusstsein
in euch weiter.
Wir blicken nochmal zu ihm und sagen mit warmherziger Stimme:
„Danke, dass du immer für uns da warst und wir dich bei uns hatten!“
Standort des Friedhofs

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Kondolenzbuch
In den einfühlsamen Einträgen dieses Kondolenzbuchs weben sich die Herzschläge der Erinnerung in zarten Worten. Jeder Eintrag ist wie ein leises Echo der Liebe, das den Verlust mit Mitgefühl umarmt. Die liebevollen Zeilen sind nicht nur Worte, sondern ein tröstender Hauch, der uns in schweren Stunden begleitet.
Jutta
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Du fehlst mir so 🥲
Diana
Unterstützende Stimme
Wir vermissen dich so sehr!