Erinnerungen
Geboren am 18.02.1962 als Sohn von Aroussia und Taieb, war Kamel stolz ein Fils de Hammamet zu sein. Hammamet blieb seine geliebte Heimat, auch als er 1990 mit 28 Jahren zu mir in die Nachbarstadt von DΓΌsseldorf umzog. Enger Kontakt zu seiner Familie und seinen Freunden war fΓΌr ihn ein Muss und er wusste trotz der Entfernung immer, was in Tunesien gerade im GesprΓ€ch war. So wurde jede MΓΆglichkeit genutzt, wenigstens fΓΌr ein paar Tage in die Heimat zu fliegen.
Aber auch Deutschland fasste er schnell FuΓ und baute sich einen groΓen Freundeskreis auf.
Beruflich blieb der Hotel- und Gastronomiebereich treu, wie schon zu seiner Zeit in Tunesien.
2001 erΓΆffnete er ein eigenes Restaurant, das er 15 Jahre erfolgreich betrieb und in dem er selbst kochte. Sein Herzblut lag in der Zufriedenheit der GΓ€ste. Das hatte auch bei seiner nachfolgenden TΓ€tigkeit als Restaurantleiter hΓΆchste PrioritΓ€t.
Kamel war sehr sozial engagiert und hasste Ungerechtigkeit. Gerne hΓ€tte er oftmals die Welt verΓ€ndert.
Er konnte die SchΓΆnheit der Welt genieΓen, reiste sehr gerne in andere LΓ€nder und entdeckte in jeder Ecke
etwas Sehenswertes. Dieses dokumentierte er ausgiebig mit dem Smartphone und teilte seine EindrΓΌcke regelmΓ€Γig zeitnah zum Erlebten. Immer in Bewegung zu sein und etwas zu unternehmen, war fΓΌr ihn sehr
wichtig. Er genoss SpaziergΓ€nge am Rhein genauso wie am Meer in Hammamet. Wenn er hier war, folgten nach einem sehr frΓΌhmorgendlichen Sprung ins Meer im Anschluss der Besuch des Friedhofs mit Blumenkontrolle und dann der Besuch der Fischer, um den Fang zu begutachten.
Auch unser Rentendasein hatte er schon so geplant, dass es nicht langweilig werden wΓΌrde.
Leider wurden unsere TrΓ€ume im Dezember 2023 radikal zerstΓΆrt. Die Krankheitsdiagnose mit der darauf
folgenden Therapie erforderte all unsere Kraft. Kamel kΓ€mpfte mit aller Macht und nahm jede MΓΆglichkeit
zur Heilung an. Leider vergeblich. Im November 2025 wurde deutlich, dass der Abschied nahe war.
Am 19.12.2025 verlor sein KΓΆrper dann den Kampf und ich meinen geliebten Mann nach 37 gemeinsamen
Jahren.
Ich vermisse Dich mein Stiefel! Deine Achouchti πππ
Dagmar Rottler
Kondolenzbuch
In den einfΓΌhlsamen EintrΓ€gen dieses Kondolenzbuchs weben sich die HerzschlΓ€ge der Erinnerung in zarten Worten. Jeder Eintrag ist wie ein leises Echo der Liebe, das den Verlust mit MitgefΓΌhl umarmt. Die liebevollen Zeilen sind nicht nur Worte, sondern ein trΓΆstender Hauch, der uns in schweren Stunden begleitet.