Dein Warenkorb

Zwischensumme

0,00€

Kostenloser Versand

30-Tage-Geld-zurück-Garantie

Meine Erinnerung an Pascal

Pascal war 23 Jahre jung, als er bei einem Motorradunfall aus dem Leben gerissen wurde. Zu früh, zu plötzlich, und für alle, die ihn geliebt haben, unfassbar schmerzhaft. Aber Pascal war mehr als sein letzter Tag. Er war voller Leben, voller Energie, manchmal stur, aber immer mit einem Herzen, das mehr gab, als es nahm. Wer ihn kannte, erinnert sich an sein Lachen – laut, ansteckend, ehrlich. An seine Leidenschaft fürs Motorradfahren, für Musik, für Freiheit, für Sport und Familie. Er war mein Stiefsohn, ein Freund, ein Bruder, ein Gefährte auf Zeit – und für viele ein Licht in Momenten, die dunkel waren. Ich wurde gebeten, eine Erinnerung zu schreiben, aber es fällt mir schwer, Pascal in Worte zu fassen. Nicht, weil es keine Erinnerungen gäbe – sondern weil es so viele sind. Nicht der eine große Moment bleibt mir im Kopf, sondern unzählige kleine, leuchtende Augenblicke, die zusammen ein ganzes Leben ergeben. Ich habe Pascal kennengelernt, da war er 12 Jahre alt. Ein schüchterner Junge, der sich wie eine kleine Katze um mich herumbewegte, ohne sich zu trauen, mich direkt anzusprechen. Wochen vergingen, bis der Knoten platzte – und von da an gab es kein Halten mehr. Er kam mit all seinen Fragen zu mir. Mit Gedanken, mit Ideen, mit Unsicherheiten und Träumen. Wir haben philosophiert, diskutiert, analysiert, uns ausgemalt, was noch alles möglich ist im Leben. Wir waren ein Team. Ein Duo. Wir haben uns gegenseitig angestachelt: höher, schneller, weiter. Unser Running-Gag war: „Mach das, haben sie gesagt. Das wird lustig, haben sie gesagt.“ Ich habe so viele Kapitel seines Lebens miterlebt – vom chaotischen Teenager bis zum jungen Mann. Arztbesuche wegen der tausend kleinen und großen Verletzungen, weil er so wild war. Urlaube, in denen wir übers Wasser gejagt sind – zum Beispiel mit dem Jetski in der Türkei, wo er die Wellen falsch eingeschätzt hat und wir unzählige Male im Wasser gelandet sind. Wir waren Lenkdrachen fliegen, Achterbahn fahren, immer wieder bis an die Grenzen – und drüber hinaus. Ich erinnere mich, wie er mir mitten auf der höchsten Stelle einer Achterbahn gesagt hat, er glaubt, ich sehe ihn inzwischen als mein Kind. Und er hat recht gehabt. Für ihn war ich „Feuerfest“ und musste zu seinem Vater die Wogen glätten, wenn mal wieder etwas von seiner Seite so richtig schief gegangen ist. Pascal war stur, voller Energie, voller Leben. Er war witzig – oft mit Flachwitzen, über die nur er lachte, aber das so herzlich, dass man einfach mitlachen musste. Er war schreckhaft wie kaum jemand, aber sportlich wie kaum ein anderer den ich kenne. Wenn er sich erschreckt hat, konnte er gefühlt meterhoch springen. Ich habe mit ihm Hausaufgaben gemacht, bis wir beide durchgedreht sind. Ich habe ihm erklärt, dass Mathe großartig ist – er hat das Gegenteil behauptet. Aber irgendwann ist der Knoten geplatzt. Und aus dem Jungen, der Mathe gehasst hat, wurde ein junger Mann, der mit 23 seinen Techniker im Maschinenbau geschafft hat. Ich bin so stolz auf ihn. Was aus dem wilden, chaotischen Jungen für ein wunderbarer Mensch geworden ist. Ein Mann, mit einem riesigen Herzen. Einer, der mehr gegeben hat, als er genommen hat. Für mich ist er mein Peter Pan, den Kopf voll Fantasien. Ich vermisse ihn jeden Tag. Und ich werde ihn nie vergessen. Ich liebe Dich!

Weitere Bilder

Gedenkseite von Pascal Oberbeck anschauen